Im Interview: Na Young von der F. Victor Rolff-Stiftung war bei uns zu Gast!

Auf dem Bild ist Na Young Shin-Vogel. Sie lächelt. Im Vordergrund steht: Ein Gespräch über das Unternehmerische in der Jugendhilfe

Die letzten Tische rausgestellt, schnell noch die junge Stadt Köln-Flagge gehisst und dann heißt es kurz abwarten. Am 6. September durfte unser junge Stadt Köln-Team Na Young Shin-Vogel von der F. Victor Rolff-Stiftung bei uns im Hof in der Hansemannstraße begrüßen. Ausgestattet mit türkischen Spezialitäten von nebenan, heißem Kaffee und strahlendem Sonnenschein erlebten wir einen bunten Austausch, über Erwartungen, Förderstrukturen und Zukunftsideen.

Die F. Victor Rolff-Stiftung ist eine wichtige Unterstützerin unserer Projektarbeit. Durch ihre Bereitschaft wird unsere Vision, mit Mentor:innen unsere Projektteams stark zu machen und zu begleiten, zur Wirklichkeit. Wir möchten uns herzlich bei Na Young Shin-Vogel und dem gesamten Team von der F. Victor-Rolff Stiftung für die Unterstützung bedanken!

 

junge Stadt Köln: Warum fördert die F. Victor Rolff Stiftung junge Stadt Köln?

Na Young Shin-Vogel: junge Stadt Köln ist originell, hat Schwung, es aktiviert. Wir sehen gerne Projekte, die Menschen stärken und unterstützen und dabei nachhaltig etwas bewirken. Das Legorampen-Projekt hat uns zum Beispiel fasziniert. Dazu wurde eine gute Öffentlichkeitsarbeit gemacht. Jugendliche hat das wirklich nach vorne gebracht, ihren Lebensraum selbst mitzugestalten. Nach diesem Erfolg nochmal die Überlegung anzustellen, wie können wir jungen Ideen noch mehr Raum geben und aktive Projektarbeit groß machen? Das ist ein toller Schritt. Eure Mentoring-Ausbildung als Hebel, noch mehr Projektgruppen begleiten zu können, hat den Vorstand überzeugt.

 

"Eine engagierte und wertschätzende Haltung, politisches Denken, Empowerment und Unternehmergeist, das ist junge Stadt Köln aus unserer Perspektive und hat uns überzeugt."

 

Außerdem finden wir es spannend, einen Verein zu fördern, der eigentlich noch am Anfang steht und gleichzeitig so viel professionelles Know-How und einen hohen Anspruch mitbringt. Dass junge Stadt Köln in vielen Dingen eine hohe Arbeitsqualität beweist, beeindruckt uns, obwohl er ein relativ kleiner Verein ist.

 

Im Hintergrund kleben Haftnotizen an einer Wand. Links ist ein Foto von Na Young, in einer Sprechblase. Rechts ist der Hinterkopf von Uli-Lisa und das Profil von Frank in einer Sprechblase. Alle tragen einen Mund-Nasen-Schutz. Im Vordergrund steht:

Was finden Sie bereichernd an junge Stadt Köln?

Eine engagierte und wertschätzende Haltung, politisches Denken, Empowerment und Unternehmergeist, das ist junge Stadt Köln aus unserer Perspektive und hat uns überzeugt. Spannend finden wir, dass junge Stadt Köln “das Pädagogische” mit dem “Unternehmerischen” vereint. Junge Menschen werden dabei unterstützt, zu verstehen, wie etwas aufgebaut wird, und bekommen hierfür Know-How und sogar ein Starterkit mit auf den Weg. Beim Aktivieren kommen hier zwei unterschiedliche Ansätze zusammen: Neben dem Unternehmergeist auch die Idee einer aktiven Bürgerschaft. Das sind bei junge Stadt Köln zwei sehr eng verbundene Themen, um junge Menschen und Gesellschaft stark zu machen.

 

"Hier geht es mehr um das gemeinsame Tun. Also eher ein „Gemeinsam-Tun-Träger“. Es geht darum, Räume zu öffnen, um Sachen möglich zu machen."

 

Wie sehen Sie junge Stadt Köln im Vergleich zu anderen Trägern in der Jugendhilfe?

Es ist faszinierend, dass mit einem kleinen jungen Team so viel erreicht wird. Man hat keine x Etagen Hierarchie. Alle wirken so nah dran und agieren wie eine Bewegung. Das ist total herausfordernd, aber hat eine gute jugendliche Energie. Und das ist gar nicht immer selbstverständlich für Jugendhilfe-Träger. Ich finde die Kategorie “Jugendhilfe” passt irgendwie nicht so wirklich zu junge Stadt Köln. Hilfsangebote zu schaffen, ist ein enorm wichtiges Handlungsfeld. Aber die Hilfssituation steht bei junge Stadt Köln gar nicht im Fokus. Hier geht es mehr um das gemeinsame Tun. Also eher ein „Gemeinsam-Tun-Träger“. Es geht darum, Räume zu öffnen, um Sachen möglich zu machen.

 

Welche Erwartungen hat die Stiftung an junge Stadt Köln?

Eine Erwartung, in der wir uns gut treffen, ist das Verständnis von Partizipation. Der Ausruf: “Jeder darf mitmachen und jede Meinung zählt!” reicht noch nicht für das partizipative Aufbauen eines Projektes. Hier arbeitet junge Stadt Köln sehr selbstkritisch und lotet immer wieder das Verhältnis aus, wieviel entsteht aus der Gruppe und braucht Zeit zum Wachsen und wieviel Struktur muss man anbieten, damit das Projekt gelingt.

 

"Hier finden dann hoffentlich auch Jugendliche ihre Stimme, die nicht als erste „Hier!“ rufen, wenn es darum geht, aktiv zu sein und mitzumischen."

 

Es ist nochmal eine ganz eigene Nummer, partizipatives Arbeiten zu fördern, weil wir uns als Förderer auf einen sehr offenen Prozess einlassen müssen. Erwartungen sind an Umsetzung und Ziele gebunden, der Weg und die konkreten Projekte entstehen aber ja erst mit den Jugendlichen. Das erfordert großes Vertrauen in die Geförderten und das Projekt.

Vertrauen finden wir darin, dass junge Stadt Köln gezielt unterschiedliche Menschen erreichen möchte und eine klare Vorstellung von inklusivem Miteinander verfolgt. junge Stadt Köln schafft durch die Community-Treffen regelmäßige Räume und nicht nur einmalige Anlässe oder Projektwochen. Hier finden dann hoffentlich auch Jugendliche ihre Stimme, die nicht als erste „Hier!“ rufen, wenn es darum geht, aktiv zu sein und mitzumischen.

 

Was möchten Sie uns für die Zukunft mit auf den Weg geben?

Behaltet Eure offene Kommunikation bei und den "junge Stadt Köln-Drive"! Wir freuen uns, wenn wir weiterhin so vertrauensvoll mit Euch über Eure Arbeit diskutieren und mitdenken dürfen. Und, haltet aus, wenn es nicht nach Plan läuft. Das ist die härteste aller Etappen.

Vielen herzlichen Dank für Ihre Zeit, Na Young Shin-Vogel!

Danke an Euch und dieses großartige Projekt!

 

Ausblick: Wir freuen uns schon jetzt darauf, Frau Shin-Vogel, den Vorstand und die gesamte F. Victor Rolff-Stiftung in naher Zukunft zu besuchen und unsere Arbeit vor Ort näher bringen zu können.

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