Eine Nation in Isolation: Corona und psychische Gesundheit

Eine Nation in Isolation: Corona und psychische Gesundheit

Beim vergangenen Novemberstammtisch konnten wir in Gesprächen mit alten und neuen Gesichtern verschiedene Ideen zum lösungsorientierten Umgang mit dem Coronalockdown zusammentragen, die sich auf die Themen Selbstfürsorge, Beschäftigung, gemeinsame Aktivitäten, sinnvolle Technologien und generelle Hilfen sowie auf positive Aspekte des Lockdowns bezogen haben. Wir finden es wichtig, in diesen unsicheren Zeiten nicht den Mut zu verlieren und sich an die eher gesundheitförderlichen Aspekte zu halten. Im Folgenden nun für euch ein kleiner Einblick in die Themen und die Lösungsstrategien der einzelnen Teilnehmenden des letzten Stammtischs, die wir gemeinsam bequatschen konnten und für euch, hoffentlich auch eine kleine Hilfe darstellen können.

 

Selbstfürsorge (Self Care, Produktivität)

Bei der Selbstfürsorge geht es um das Pflegen des Selbst und den liebevollen Umgang mit der eigenen Person. Hier konnten wir nochmals unterteilen in den im Alltagsgebrauch bekannten Begriff der Self Care, sowie in den Aspekt der Produktiviät. Das kann so ziemlich jeden Bereich des Lebens umfassen.

 

  • Self Care

Wer die dunkle und graue Jahreszeit als belastend empfindet, kann sich für den eigenen Melatoninhaushalt im Körper eine Tageslichtlampe zulegen. Diese kann zum Beispiel nebenbei beim Lernen oder anderen Tätigkeiten angeschaltet werden kann und imitiert Sonnenlicht. Sie bringt den Körper dazu, mehr Serotonin zu produzieren - ein Hormon, das auch als Glückshormon bekannt ist.

In unserem Austausch waren auch das Hören von der Lieblingsmusik/dem Lieblingspodcast oder Spazieren gehen im Freien absolut einstimmig positive Arten, seine Zeit im Lockdown zu verbringen. Es ist wissenschaftlich sowieso nachgewiesen: Sport macht glücklich! Vielleicht nicht direkt während man beim ersten Joggingversuch verzweifelt nach Luft schnappt, aber eindeutig mit etwas Übung verbessert es das grundsätzliche (auch mentale) Wohlbefinden. Und Sport mit Coronabeschränkungen bedeutet ja glücklicherweise nicht immer nur Joggen zu gehen.

Yoga und Kraftsport mit dem eigenen Körpergewicht sind auch Möglichkeiten, die man in Betracht ziehen kann. Sport unterstützt hierbei auch durch den Abbau von Stresshormonen, das Entspannen im Lockdown-Alltag. Dabei ist für viele zudem das Meditieren eine enorme Hilfe, in unruhigen Zeiten einen kühlen Kopf zu bewahren. Apps die dabei helfen könnten, wären zum Beispiel 7mind oder Headspace.

 

  • Produktivität

Während des Lockdowns ist eine (relativ) feste Tagesstruktur absolut essenziell, um mental fit zu bleiben und nicht in den „Coronatrott“ zu geraten. Wer produktiv ist fühlt sich im Allgemeinen besser mit sich selbst und kann sich am Ende des Tages kaum den  Vorwurf machen, als einzige Tagesaktivität die dritte Staffel der Netflix-Lieblingsserie durchgeguckt zu haben (obwohl das ab und zu natürlich auch nicht verkehrt ist). Dennoch, den ganzen Tag am Handy zu sitzen ist natürlich für Niemanden wirklich förderlich.

Hier gibt es einige Apps, die dabei helfen können – zum Beispiel Apps, die das Handy für gewisse Zeit sperrt, sodass man es in dem Zeitraum nicht verwenden kann Ein Beispiel ist die App Forest, die gratis erhältlich ist und für jeden konzentrierten Zeitraum ein digitales Bäumchen „pflanzt“. Bei Apple Geräten ist diese Handysperrfunktion sogar bereits integriert.

Das Handy für eine Zeit nicht zu benutzen kann die Effizienz beim Lernen (zum Beispiel fürs Studium) fördern. Unterstützend wirken auch Lerntechniken wie Pomodoro oder Lofi. Manchen Leuten hilft Hintergrundmusik („study music“), die man  zum Beispiel über YouTube hören kann. Für den Alltag ist kann es beruhigend sein, ein Bullet Journal zu führen und dieses dann eventuell sogar individuell, kreativ zu gestalten. Auch Done-Listen anstatt ToDo-Listen können bei einem Lockdown motivierend sein und weniger erdrückend wirken.

 

Beschäftigung und (neue) Hobbys

In der Diskussion über neue Beschäftigungen und Unterhaltungsformen wurde sehr klar deutlich, dass es viel Freude und auch irgendwie auch Stolz auf seine eigene Arbeit bringt, wenn man etwas selbst herstellen oder erstellen kann. Von Plätzchen backen und dekorieren, über Pflanzen umtopfen und vermehren, stricken, sticken, häkeln, Origami falten, basteln, neue Rezepte auszuprobieren, eigene Texte oder Geschichten erfinden und aufzuschreiben, bis letztendlich in Minecraft riesige digitale Monumente zu errichten: etwas selbst Aufzubauen macht Spaß und ermutigt.

Der Lockdown bietet auch die Chance, etwas komplett neu zu erlernen: Programmiersprachen (z.B. über Codecademy), Instrumente (um die Nachbarn zu ärgern), Yoga (z.B. über die Youtube Kanäle Yoga with Adriene, Yoga with Kassandra oder Apps wie Daily Yoga etc.) oder auch Sprachen. Für alle ist bei genauem Suchen etwas dabei.

 

Ideen für gemeinsame Aktivitäten

Bei Aktivitäten mit anderen ist es wichtig, die aktuell geltenden Corona-Maßnahmen einzuhalten. Im erlaubten Rahmen können je nach Wetter Aktivitäten im Freien unternommen werden, wie beispielsweise Tischtennis spielen, ein kleines Picknick veranstalten, Spazierengehen oder das Beobachten von Vögeln und anderen kleinen Bewohnern im Wald oder Park. Online wären zum Beispiel Pen & Paper oder das Zocken mit Freunden möglich und problemlos mit den Maßnahmen vereinbar. Die App Houseparty ermöglicht zudem eine kreative Art des Onlinetreffens mit Freunden.

 

Sinnvolle Technologien

Extrem viele Punkte auf unserer Lösungsliste lassen sich durch Youtube verwirklichen. Entertainment bieten, Lernfunktion annehmen und Hintergrundatmosphäre schaffen - so ziemlich alles ist möglich. Wer beim Lernen einer Sprache aber genauere Anleitung und präzisere Unterstützung benötigt, kann Sprachapps wie Babble verwenden. Hörbuchstreaming-Anbieter (z. B. Audible, Spotify uvm.) bieten spannende Hörspiele an, wenn man gerade keine Lust hat ein Buch oder den eBook-Reader in der Hand zu halten und einfach ein bisschen zur Entspannung lauschen möchte. Ebenfalls entspannend  ist nachweislich auch das Ansehen von Videos von Naturlandschaften. Und um trotz Social Distancing mit den engen Vertrauten in Kontakt zu bleiben eignen sich Zoom oder Skype, Discord, das altbekannte Telefon oder vielleicht sogar Briefe und Postkarten.

 

Generelle Hilfen

Bei uns geht es an erster Stelle immer um mentale Gesundheit. Man sollte sich immer Hilfe suchen wenn man das Gefühl hat, dass man sie brauchen könnte. Hierbei sind besonders Online-Therapieangebote eine mögliche Anlaufstelle, die man über Websites wie der des Bundesministeriums oder der Eckhard-Busch-Stiftung (unter Rubrik Corona) aufsuchen kann und bei Bedarf nutzen sollte. Ebenfalls unterstützend kann auch ein Dankbarkeitstagebuch sein, in dem man die eigenen Ressourcen für sich selbst nochmals ins Bewusstsein rufen kann. Einige Krankenkassen bieten außerdem Hilfen an, die einem zu Gute kommen können.

 

Positive Aspekte

Nun hat der Lockdown, neben den ganzen negativen Seiten, in jedem Fall auch einige gute. Insbesondere, dass auf einmal mehr Zeit für die Dinge des Lebens da ist, die sonst immer zu kurz kommen. Ob es das Putzen der Regenrinne ist oder das Loch in der Socke, das seit gefühlten Ewigkeiten geflickt werden muss, Zeit fürs Lernen, fürs Arbeiten, für den Wohnungsputz, fürs Kleidung sortieren oder dann doch einfach für Self Care - sinnvoll kann man die Zeit allemal verbringen.

Durch weniger Anfahrten (durch Homeoffice oder das digitale Uniangebot), auf die man auch im „Vor-Corona-Alltag“ sicher nicht immer Lust gehabt hat, spart man außerdem einiges an Zeit. Ob man nun durch weniger Restaurantbesuche Geld spart oder das übrig gebliebene Kleingeld dann doch beim Online-Shopping investiert, ist von Person zu Person wieder ganz unterschiedlich.

Auch wenn es bei dem Einen eventuell öfter, beim Anderen dafür seltener zu einem unguten Gefühl durch die Situation kommt und jeder mit den Herausforderungen anders und individuell umgeht, sollten wir alle am Ende gemeinsam versuchen, die Gesellschaft zusammenzuhalten und uns (z.B. durch Nachbarschaftshilfen) solidarisch zeigen. Am Ende heißt es: Maske auf und Mut bewahren.

Zurück

Liebe liegt in der Luft – alles fühlt sich gut an, wie in Watte gepackt. Die rosarote Brille gibt einem das Gefühl, man würde auf Wolke schweben. Zumindest die Anfangsphase einer romantischen Beziehung ist voll mit Schmetterlingen im Bauch und alles ist einfach… besser?  Ist Liebe die Lösung?

 

Den Begriff Selfcare hat wohl jeder schon einmal gehört. Ins Deutsche lässt er sich wohl am besten mit dem Wort Selbstfürsorge übersetzen, und genau darum geht es: Den fürsorglichen Umgang mit sich selbst, die eigenen Bedürfnisse auch mal an erste Stelle setzen, sich selbst wie einen guten Freund behandeln, dem man gerne etwas Gutes tun möchte.

 

Das Wort Stress dürfte heutzutage kein unbekannter Begriff sein – ganz im Gegenteil: Ob wegen des Studiums oder des Berufs, gefühlt ist jeder immer gestresst. Und wenn man nicht gestresst ist, hat man dann vielleicht zu wenig zu tun? Ist gestresst sein mittlerweile eine Notwendigkeit in unserer Gesellschaft geworden? Was ist Stress überhaupt?

 

Schau auf unseren Social Media-Kanälen vorbei! Oder melde dich direkt bei uns.

Besuch uns durch einen Klick auf Facebook oder Instagram. Alternativ gelangst du über das Papierflieger-Symbol direkt zu unserem Kontaktformular.

          

 

Wir freuen uns auf deine Kommentare.